Posts by emil17

    :) Neugierig, wie ich nunmal bin, habe ich sofort "Käferschnecken" nachgeschaut...........Das sieht sehr gut aus, lieber emil17. Chapeau!


    Und, neugierig, wie ich nunmal bin, möchte ich jetzt liebendgerne wissen, woher Du die Käferschnecken kennst. Sammelst Du Fossilien, oder bist Du Weichtierexperte?

    Habe mal Zoologie im Nebenfach gehabt. Diese Tiere sind, wie Trilobiten, Nautliden, Hufeisenkrebse und so weiter sehr altertümliche Formen und deshalb interessant, weil es sie schon seit Hunderten von Millionen Jahren gibt.

    Ähnliches gibt es auch bei Pflanzen, nur sind dort Fossilien seltener.

    Alt und deshalb interessant passt doch zu diesem Forum, weiter begründen muss (und kann) man es nicht.

    Solche Dinge muss man aber real sehen könenn, um sie zu beurteilen ... deshalb ist ein Sammlungsbetreuer eines naturgeschichtlichen Museums schon die richtige Adresse dafür.

    Danke! Also nicht in die Schmelze damit.

    Das Fotos ist so gut wie mein Handy kann, das ginge besser, aber der Stempel ist auch etwas abgegriffen.

    Hallo zusammen,

    heute aus der Metallschrottmulde gezogen:
    Walliser Zinnkanne

    Höhe Fuss bis Deckel 20 cm, Bauchdurchmesser 10 cm.

    Die Dinger sind nicht gerade selten. Meist ist irgend ein Vereinsjubiläum oder ein erreichter Platz bei einem Wettbewerb auf dem Kannenbauch eingraviert. Ich nehm den Zinnkram immer mit wegen dem Metallwert, aber die hier scheint etwas älter zu sein. Vielleicht kennt sich ja jemand damit aus?

    Sie scheint aus einer Hausräumung zu stammen, dem Beifund entprechend war das eine alte Wohnung.

    Abgesehen von dem abgebildeten Stempel und der Gravierung auf dem vorderen Teil des Deckels ist weiter gar nichts vorhanden.

    Der Stempel ist etwas bgenutzt, auch die Beschriftung im vorderen Teil des Deckels wurde wohl mit einer Stahlnadel von Hand eingeritzt und scheint mir von der Schrift her etwas altmodisch zu sein.

    Kann jemand etwas über den Hersteller und das mögliche Alter sagen?


    Ach ja, und wie reinigt man so etwas von innen?


    danke!

    Oh, danke. Da war ich also nicht ganz falsch.
    Ich nehme an, zum Querpressen von Flächenware, wie Tisch- oder Türblättern, um sich die erforderlichen Zwingen mit grosser Maulweite zu ersparen?
    Also das, was sich Leimknecht nennt?

    Es gab die Bugholzmöbel (z.B. die Thonet-Stühle), wo Massivholz heiss gedämpft und dann gebogen wurde. Dafür war offenbar das leicht verfügbare Buchenholz besonders geeignet.
    Die gebogenen Formstücke für Türen usw. wurden jedoch meist in einer Schablone verleimt, aussen eine oder mehrere Schichten Furnier, innen schmale Leisten aus Fichte oder Pappel.

    Spindel ist im unteren Ende drehbar
    Endstück hat scharfe Kanten
    bewegliches Teil hat stark abgerundete Kanten
    Ich frag mich gerade, ob es zu einer Vorrichtung gehören könnte, womit man die Formstücke für die früher sehr beliebten Möbel mit geschweiften Türen oder Seitenstücken in die Form gedrückt und dann verleimt hat.

    Liebe Leute,
    hab das neulich aus Räumungsschrott gezogen.
    Es war eine ganze Kiste voll.
    Die Kurbel passt auf den Vierkant am Ende der Gewindespindeln. Diese haben im Querschnitt rechteckige Gewindegänge, wie etwa bei besseren Schraubzwingen. Das trapezförmige Metallteil am anderen Ende ist drehbar an der Spindel befestigt.
    Länge etwa 15 cm
    Ich vermute, es war irgendwas zum Klemmen oder Pressen, aber was?

    Andere Länder andere Sitten. :-)
    mfg


    Die waren in den Bergdörfern einfach mausarm und hatten den Winter über wohl viel Zeit von der Sorte, die kein Geld wert ist. Kein Strom, keine Autos, zum Marktort z.B. von Mase nach Sitten sind es 800 Höhenmeter und es gab bis in die späten 1930er Jahre nur einen Maultierweg.
    Ich hatte nach Kauf einer Scheune erst mal einen Anhänger voll Eisenschrott zu entsorgen. Drahtstücke von anderthalb Metern Länge, kann man noch nen Zaun mit flicken, wird aufgehoben. Alte aufgebrauchte Sensenblätter, kann man einen Griff aus Holz quer drüber schrauben und damit Futter aus dem Heuhaufen schneiden. Stücke von Betonbewehrung und Gasrohren, wohl von irgend einem Laster gefallen, geben gute Zaunpfähle. Kessel voll alter gebrauchter Nägel. Aus leeren Teerfässern (die ersten Strassen wurden mit Flüssigasphalt auf bestehenden Schotter geteert) gewann man durch Aufschneiden Blech, um Scheunendächer zu reparieren.
    Die Sprengstoffkistchen vom Bau der ersten Strasse ins Dorf (Gamsit der Sprengstoffabrik Gamsen bei Brig) waren sehr beliebt, um daraus kleine Wandschränkchen zu machen, in denen man allerlei Kleinkram aufheben konnte. Abgenudelte Sprenglochbohrer von diesem Strassenbau wurden zu Ambossen zum Dengeln von Sensen umgebaut. Und so weiter.
    Mein Uropa aus Norddeutschland hat auch alles aufgehoben, der kannte noch aus eigener Erfahrung diese glorreichen Ersatzstoffzeiten zweier Weltkriege, wo man die gewöhnlichsten Sachen nicht mehr kriegen konnte.


    Bei deinen Werkzeugen ist zu befürchten, dass nach deiner Trennung davon die Sachen vielleicht als Zier an die Wand eines Gartenhauses genagelt werden, aber keiner mehr damit umzugehen weiss.

    Die Sache mit den Gestellsäge war hier so: Man konnte das Gestell selber machen, den Bügel der Bügelsägen nicht.
    In den alten Maiensässen oder Voralpehütten, die nur einige Wochen pro Jahr bewohnt worden sind, findet man stets neben sehr abgenutzten Beilen usw. Gestellsägen, sowie manchmal die billigen Bügelsägen mit etwa 80 cm Blattlänge.
    Diese Gestellsägen sind meist auf der Schnitzbank mit dem Zugmesser selbst gemacht worden. Man kann bei diesen auch das Blatt nicht seitlich drehen, wie das bei der Gestellsäge für Schreiner üblich und auch notwendig ist.


    Tischlerwerkstätten waren selbstverständlich besser ausgestattet.

    Bei dieser Lampe mit dem orangen Glasschirm fehlt der Lampenzylinder. Macht nichts, es wurde ja auf elektrisch umgebaut.
    Aber: Aus dem eigentlichen Lampenzylinder, der im Glasschirm auf dem Brenner sitzt und ohne den eine Petrollampe nicht funktioniert, kommt sehr heisse Luft. Deshalb hat es in einigem Abstand darüber bei Hängelampen eine Scheibe oder Glocke, welche dise Luft verteilen soll, damit die Aufhängevorrichtung nicht zu stark erwärmt wird.


    Zum Thema Russ: wenn die Lampe richtig betrieben wird, russt und stinkt da nichts. Russen tun sie bei zu grosser Flamme (oder wenn die Luftlöcher im Brenner zu sehr verdreckt sind). Die zu grosse Flamme wiederum kommt meistens daher, dass die Flammhöhe bei frisch angezündeter und daher noch kalten Lampe eingestellt und dann nicht mehr überprüft wird. Im Gebrauch erwärmt sich die Lampe aber und die Flamme wird dadurch höher.

    Diese Zange ist nicht aussergewöhnlich, sondern altmodisch. War früher in jeder Werkstatt zu finden, weil eine Säge aus Holz (damals meistens eine Gestellsäge) zum Kleinmachen von Brennholz genauso wie Beil und Spaltstock zu jedem Haushalt gehörte.
    Siehe hier
    Heute kauft man eine neue Säge, wenn die alte nicht mehr will.
    Man kann übrigens auch die elektroinduktionsgehärteten Sägeblätter für Bügelsägen (Standardware vom Baumarkt) mit so einer Zange schränken - man muss nur die Zange so einstellen, dass der Zahn unterhalb des gehärteten Bereichs gebogen wird, sonst bricht er ab.
    Diese Blätter für 5 Euro irgendwas das Stück halten ewig, wenn man sie ab und zu wieder schränkt, was etwa 10 Minuten dauert.


    Handsägen ist fast eine Wissenschaft - für grünes Holz braucht es eine andere Zahnung und weitere Schränkung als für trockenes, für grobfaseriges (Pappel, Fichte) ist es anders als für feines (Linde, Birnbaum), für Längsschnitte nimmt man eine andere Zahnung als für Querschnitte, und zum Möbelbau, wo es auf Genauigkeit ankommt, nimmt man nochmals andere Blätter. Wenn man von Hand sägt, merkt man die Unterschiede deutlich und deshalb findet man im Inventar von alten Tischlereien so viele Sägen.

    Ich habe mehrere davon - die findet man ab und zu in den Werkzeug-Grabbelkisten von Flohmärkten. Neue sind kaum zu finden.
    Mit den Stellschrauben kann man den Abstand von der Zahnspitze bis zur Biegung einstellen, sowie die Auslenkung. Eine ungenau geschränkte Säge sägt schief, deshalb ist das wichtig.
    Ich benutze sowas regelmässig, denn ich säge einiges Holz von Hand, und mit einer richtig geschränkten Zange geht es um Welten besser. Da sich die Schränkung mit der Zeit wegdrückt, beginnt die Säge zu klemmen, auch wenn sie noch scharf genug ist.
    Gerade für Kleinigkeiten ist man mit einer gut gehenden Handsäge schneller, als man braucht, um ein Elektrowerkzeug oder eine Kettensäge hervorzuholen.

    Liebe Leute,
    ein Fund aus einem Trödelladen, der Sachen aus Haushaltauflösungen verkauft. Deshalb kann ich keine Angaben zur Herkunft machen.
    Das Lämpchen ist aus unglasiertem Ton, 11 cm lang, 5.5cm breit, etwa 3cm hoch. Es hat bei der Dochtschnute seitlich eine Beschädigung. Der Docht fehlt, Brandspuren sind keine ersichtlich.
    Meine Frage? Ist das ein Touristenimitat, also ein auf alt gemachter Souvenirartikel, oder wirklich älter, und aus welchem Kulturkreis könnte es stammen?
    Danke für Hinweise!

    Es kann auch sein, das der Rahmen neuer ist. Zur Fixierung der Rückseite im Rahmen hat es ja diese viel zu grossen Drahtstifte aus industrieller Fertigung. Von den Bearbeitungsspuren her wurde das Rahmenholz mit einem Profilhobel und nicht mit einer Fräse gemacht, wie man das heute tun würde.
    Bei mir darf die hl. Katharina jedenfalls noch etwas älter werden. Ich habe eine Wand, wo das Bild hin passt. Unser Haus ist ebefalls Mitte des 19. Jhdt. gebaut worden und innen noch weitgehend original.