Eiserne Truhe 17. Jahrhundert?

  • Hallo liebe Kunst und Trödelfreunde,


    möchte mich bei der Gelegenheit mal vorstellen. Meine Leidenschaft gilt der deutschen Luftwaffe zu Zeiten des zweiten Weltkrieges. Die Jagd nach allen was alt ist liegt mir im Blut.


    Meine bessere Hälfte schwelgt in mittelalterlichen Büchern und schwärmte von alten Truhen. Also, die Jagd ist eröffnet....


    Hier nun die erste die ich gefunden habe von einem alten vergammelten Dachboden.


    Vergleichbare Truhen wurden in das 17. Jahrhundert datiert, kann das jemand untermauern?


    Beste Grüße
    R35

  • Hallo Dotterblume,


    das würde ich viel zu gern aber das wird vermutlich noch ein langer Prozess mit dem öffnen, der Schlüssel ist fest und bewegt sich keinen Millimeter.


    Für den Fall das ich die Truhe nie aufbekomme, dann soll es wohl so sein.


    Beste Grüße
    R35

    Schlüssel, Vorhängeschlösser und Eisentruhen aus der Zeit 1500-1700 gesucht


  • Hallo R35
    Erst mal herzlich willkommen hier
    Ich würd mich mal beeilen,vielleicht ist ja in der Truhe noch ein größeres Schätzchen verborgen.;)
    Gruß
    Udo


  • Nimm ne Flex...............:D:D:D
    Nee, jauch mal alles ordendlich mit " Caramba " ein. Vielleicht tut sich was....

  • Wenn die Bänder des Deckels außen vernietet sind,kann man den Nietbolzen mittels eines Durchschlags und eines Fäustels durchtreiben.Mit nem autogenen Brenner vorher richtig heiß machen .

  • Bei Innen -Scharnieren hast du Pech.Da geht nur der Weg übern Boden.Da musste in der Lasertechnik anfragen,weil eine Flex hier zu viel Material wegnimmt.

  • Bei Innen -Scharnieren hast du Pech.Da geht nur der Weg übern Boden.Da musste in der Lasertechnik anfragen,weil eine Flex hier zu viel Material wegnimmt.


    vorher würde ich aber n endoskop nutzen ( wie ich drüben auch schon schrieb) und mal reinschauen ..
    wenn die leer ist lohnt sich so n aufwand ja nicht wirklich ..

  • Der heutige Besuch bei schönem Herbstwetter im Schatztruhen Museum in Geislingen brachte ein paar neue Erkentnisse.
    Zeitlich dürfte die Truhe sogar in das 16.Jahrhundert datiert werden die als Schatz oder Soldtruhe verwendet wurde. Im Süddeutschem Raum waren Nürnberg und Augsburg bekannte Produktionsstätten derartiger Truhen.


    Die Schlösser im Deckel sind eine Augenweide hochpräziser Handwerkskunst.


    In meinem Fall besteht die Möglichkeit, das der Schlüssel einmal geschlossen hat und somit nicht herauszuziehen ist. Hier hilft nur unendliche Geduld und die Hoffnung das sich mal etwas bewegen lässt.


    Der Boden wäre in 5 Minuten präzise aufgeschnitten der Riegel zur Seite gedrückt und der Deckel offen. Das kann aber jeder Feldschmied ich glaube hier lohnt sich der andere Weg.


    Das wird nun nicht meine letzte Truhe sein so viel ist sicher.


    Vielen Dank für die bisherigen Infos!


    Beste Grüße
    R35

  • Da haste Schwein gehabt.Du musst jetzt nur noch die Scharniere mit dem autogenen Brenner auf Rotglut bringen und die Bolzen seitlich raus hauen.Am Besten zu zweit.Einer erhitzt und der Andere treibt dann sofort nach Wegnahme der Flamme den Bolzen raus.Die kleine Truhe wird nur vorne Zuhaltungen haben.Der Deckel müsste anschließend rauszuhebeln sein

  • Naja klein ist die Truhe ja nun wieder nicht gerade 84cm lang! Gewicht geschätzte 70 Kg.


    Ich bin mir sicher das nach allen Seiten ein bzw. mehrere Schnapp oder Blockriegel den Deckel halten. Die hohe Anzahl der sichtbaren Vernietungen auf der Oberseite die sich unter den Bändern wahrscheinlich noch fortsetzen.


    Heben lässt sich der Deckel keinen Zehntel Millimeter.


    Beste Grüße
    R35

  • nur mal ein gedanke ( ich würde das teil nicht abgeben oer so ) !


    aber stellt euch mal vor .. die truhe mit den kilo daten und der zeitzuordnung zu ebay , dazu noch abhand der threads in den jeweiligen foren versichern das die nicht geöffnet wurde und der inhalt unbekannt ist :eek: :eek: :cool: ..
    würde mich echt interessieren was s da gibt :D:rolleyes:

  • Ich glaube der Wert fällt und steht mit der Sichtbarkeit der Mechanik und ihrer Schönheit.Vielleicht war die Idee mit dem Endoskop doch nicht so verkehrt.Ein Loch durch den Boden,den Glasfaserstab des Endoskop einführen und schauen wo genau die Zungen der seitlichen Zuhaltungen eingreifen.Anschließend bohrt man dann Löcher auf beiden Seiten, auf der Höhe der Zungen, durch die Seitenwand und drückt die Zungen der Schnappschlösser mit Eisenstangen zurück.Wenn die Scharnierbolzen draußen sind,müsste der Deckel aufzuhebeln sein.
    So würde ich das machen.
    Grüße aus Hessen

  • Servus zammen,
    primär würde ich den Fragesteller, R35, grundsätzlich in seiner Haltung bestärken und unterstützen. Es wäre fatal die Truhe anzusägen respektive anzubohren und somit den sammelwürdigen, historischen Zustand "anzugreifen", zu verfälschen! Von der dadurch entstehenden Wertminderung mal ganz abzusehen!


    Vordergründig für mich wäre es, den Schlüssel beweglich zu bekommen. Wenns mit Kriechöl nix wird, eventuell vorsichtig "warm machen". (den Begriff Heiß!! kennt ein echter Schweißer nicht!) Und hoffen, dass kein Schwarzpulver drin ist...:D:D:D


    Diese Kriegskasse wird wohl, wie auch Dreiwirbel schon richtig anmerkte, aus dem ersten Drittel des 17ten stammen. Wahrscheinlich 30jähriger Krieg. (m. E. genau so, wie Die aus dem Museum) Deshalb sind die auch nicht allzu selten. Obwohl einige äußerliche Merkmale eben auf diese Zeit deuten könnten, ist das Alles, bis das Ding offen ist, ein geheimes Geheimnis. Jede chronologische Zuordnung wäre rein pseudowissenschaftlich.


    Ich wünsche Dir viel Erfolg dabei, das Schloss zu öffnen!! Es wird schon klappen und wenn nicht sofort, dann eben später.


    Grüße,
    Erich

  • Tach lieber Erich.Muss dir uneigeschränkt Recht geben,was das Kriechöl und die vorsichtige Erwärmung angeht.Das wirkt oft Wunder.
    Wenn der Schlüssel aber hoffnungslos verkeilt ,der Bart angebrochen,die komplizierten Zuhaltungen im Schloss selbst sich gelöst haben,gibt es nur noch die beschrieben Möglichtkeiten.Ich habe den Fall nämlich schon durch.Mit ner schwedischen Kriegskasse aus Eschwege.
    Der Schlüssel hat die Zuhaltungen verkeilt.Er ließ sich keinen Millimeter mehr bewegen.
    Wir öffneten die Kasse durch Entfernung der Haltebolzen.Es enstanden keine Beschädigungen.
    Der Besitzer der Kasse war bei der Öffnung anwesend.Der Inhalt sollte sein Entlohnung für die Spende der Kasse ans Museum sein.Die Kasse enthielt Unmengen Lebensmittelmarken und Inflationsgeld aus dem Krieg.
    "Alles Dreck " , waren seine Worte als er den Raum verließ.
    Die dennoch behutsame Öffnung zog sich über ein ganzes Wochenende hin

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