• Hallo, ich hab mir eine Uhr zugelegt, war ein Spontankauf.

    Kann jemand Näheres dazu sagen? also Alter, Hersteller etc? Die einzige Marke, die ich gefunden habe ist das 34/116 auf dem Werk.

    Ich hab die Uhr jetzt einmal nur mit einem feuchten Tuch gereinigt und war verblüfft, wie einfach das Metall wieder zum glänzen zu bringen war. Der Preiszettel am Glas muss auch schon länger drauf sein, der leistet mehr Widerstand ^^

    Da das Schlagwerk nicht funktioniert werde ich wohl zum Urmacher gehen und mal fragen, was die Behebung, oder zumindest eine Revisiion des Uhrwerkes kosten würde.

  • Du hast Dir eine hübsche MAUTHE, ca. 1935/40 zugelegt. :)

    Wenn das Schlagwerk aufgezogen ist, dann sollte es bei Betätigung dieses Hebels (Repetition = Wiederholung) auslösen:

    Da war ursprünglich eventuell eine Schnur, die konnte man ziehen um den letzten Schlag zu wiederholen.

    Wenn das Schlagwerk aufgezogen ist und trotzdem nicht auslöst, dann könnte es

    - abgestellt sein

    - so verharzt, dass der Widerstand einfach zu groß ist

    Wenn es sich nicht aufziehen lässt, also die Feder "durchdreht", dann ist die ab und muss ersetzt werden.

    Eine generelle Revision bei Uhren dieses Alters ist unbedingt zu empfehlen, wird aber leider meistens nicht gemacht, da es den Wert der Uhr übersteigt. Man muss auch noch einen richtigen Uhrmacher finden, heute werden leider lieber Batterien getauscht.;(

    Silvia

    bekennender Uhrenmessi

  • Danke, ich hab sogar einen "echten" Uhrmacher in der Nähe, ich frag einfach was es kostet. Auslösen lässt sich der Schlag so nicht, aufziehen kann ichs auch nicht, hoffentlich ist es nur verharzt.

    Auch wenn es den Wert der Uhr übersteigen sollte, werde ichs wahrscheinlich machen lassen. Was sollte sowas denn in etwa kosten?

    Ich möchte mich ja nicht über den Tisch ziehen lassen, andererseits sollte so eine Uhr auch nicht zum Wegwerfartikel werden, die so lange läuft bis sie stehen bleibt.

    Und das Ziffernblatt und das Gehäuse gefallen mir sehr gut, drum hab ich sie ja mitgenommen, ohne Ahnung von irgendwas zu haben.

  • Um 220 bringt er die Uhr vielleicht zum Laufen, eine komplette Revision bekommt er um den Preis nicht hin.

    Wir sind Hobbyisten und können uns den Luxus leisten ohne auf die Zeit achten zu müssen auch einfache Uhren komplett zu revidieren. Dazu wird das Werk zerlegt, trowalisiert, Lager und Zapfen wo erforderlich überarbeitet, Federn wenn nötig gewechselt, geölt, zusammen gebaut - 1 Arbeitstag (Zeit in der Trowalisiertrommel nicht mitgerechnet), dann einregulieren, Schlagwerk einstellen, beobachten, hoffen, dass alles gut geht...

    Aber wie gesagt, wir haben den Luxus nicht davon leben zu müssen

    Silvia

    bekennender Uhrenmessi

  • Ohne Ahnung von Uhren zu haben, hätte ich die 34 einfach als Datierung gelesen und hätte gesagt, klar, die ist von 1934, passt doch gut mit dem, was Siverl als Fachfrau zur Datierung geschrieben hat.


    Schicke Uhr, die hätte ich bei dem Preis vermutlich auch mitgenommen (als wenn ich nicht schon zwei ähnlich große und 2 kleinere Wanduhren hängen hätte).

  • Numis, da muss ich Dich enttäuschen.

    Bei deutschen Wand- und Tischuhren wurden auf der Rückplatine die Pendellängen meist in cm angegeben. Die erste Zahl ist die gesamte Pendellänge in cm, die zweite Zahl die Länge der Pendelverlängerung in mm. Bei dieser Mauthe ist die gesamte Pendellänge 34 cm, die Pendelverlängerung misst 116 mm.

    Und noch was: Uhren kann man nie genug haben! ;)

    Silvia

    bekennender Uhrenmessi

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