Briefmarken Grossdeutsches Reich ungezähnt

  • Das ist die Ausgabe vom 21.April 1945...also kurz vor dem Ende des "Großdeutschen Reiches" herausgebracht. nennt sich "Parteiorganisationen" Michel 909 = Sturmabteilung (SA) und Michel 910 Schutzstaffel (SS). Auflagenhöhe unbekannt. Normalerweise mit Zähnung K14. Es gibt neben diesen beiden Marken noch zwei weitere Werte (NSKK und NSFK) die aber nicht mehr herausgegeben wurden und daher keine Michelnummer haben.

    Im Michel Katalog steht der Zusatz: "Bei Marken in gebrauchter Erhaltung ( also gestempelt oder auf Briefen) handelt es sich vermutlich ausschließlich um rückdatierte Abstempelungen aus den Nachkriegsjahren.

    Es erfolgt keine BPP-Prüfung.

    Vorsicht es gibt viele Fälschungen, auch mit Prüfzeichen und Attesten/Befunden"

    Da es einfacher ist Marken ohne Zähne zu fälschen ( die Zahnung ist ja auch ein Fälschungsschutz) wäre ich bei ungezähnten Marken besonders vorsichtig. Die rechte Marke im link von Edixa zeigt auch das sie wohl aus einem größeren Bogen unsauber rausgeschnitten ist. Wie sehen denn die Rückseiten aus, sind die gummiert?

    Auf dem Foto sehen beide Marke gleichfarbig aus was nicht sein darf die Originale waren schwärzlichrosa (SA) und dunkelrosarot (SS)

    Mit besten Sammlergrüßen

    Gratian

    Alle meine Aussagen erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen, jedoch ohne Gewähr für Ihre Richtigkeit. In keinem Fall wird für Schäden, die sich aus der Verwendung der abgerufenen Inhalte ergeben, Haftung übernommen.

  • Moin,

    da ich mich zur Zeit nach rund 40 Jahren aktuell wieder ernsthaft mit dem Thema beschäftige,

    und obwohl das Minenfeld der Briefmarkenbestimmung wohl weitaus größer geworden ist,

    hänge ich mich als Briefmarken-Novize mal aus dem Fenster:

    Die Marken sind m.E. echt!

    Keine Merkmale der beiden Varianten I und II, wie sie bei gezähnten Marken vorkommen könnten.

    Bild der Rückseite wäre aber trotzdem interessant!

    Die Farbe darf sich bei Variante U 909 & 910 - ungezähnt, zwischen braun bis mittelrot variieren!

    Die Farben sind anders als bei der gezähnten Ausführung!

    Siehe Anmerkung Michel Spezial - BII Ausgabe 2020 bei diesen Marken.

    Das ist für mich hier ein Hinweis auf Echtheit!

    Eher ein Paar um verschiedene Farbvarianten in einer ernsthaften Sammlung zu vervollständigen.

    Nicht nur die rechte Marke ist schrägt geschnitten, sondern auch die linke Marke unten, leicht zur rechten Ecke hin.

    Das Markenbild ist auch bei der rechten Marke nicht berührt! Ist erstmal ok. Aber großer Abzug in der B-Note.

    Links die Nr. 909 U ist trotz leichtem Schrägschnitt schon recht schön!

    Aus der dann recht großen Breite der Ränder, insbesondere der linken Marke, aber auch oben bei der rechten Marke, könnte man folgern, dass das keine nachgemachten aus gezähnten Exemplaren sind.

    Habe zwar nicht die beiden Varianten U, aber die gezähnte Ausführung und habe mal nachgeschaut.

    Wie damals üblich, Marken sauber mittig gesetzt.

    Der weiße durchgehende Rand der gezähnten Marken ist eng! Zwischen 0,5 und 1mm.

    Habe nicht gemessen. Ist rundherum gleichmäßig und auf jeden Fall weniger als 1mm.

    Fälschungen aus gezähnten Marken, wären mit so breiten Rand wie bei den oben abgebildeten, wohl eher nicht möglich.

    Nicht jede gestempelte Marke ist wohl falsch!

    Die schreiben im Michel explizit vermutlich sowie noch ein paar Anmerkung. Und dort erfolgt keine BPP-Prüfung mehr. Für den Rest schon! Kostet hier aber i.d.R. mehr, als die Marken gehandelt werden.

    Hier sind aber zwei ungestempelte Marken gezeigt!

    Das gerahmte Falsch im Michel bedeutet nicht, das alle Marken falsch sind, sondern das es wohl zu Hauf Fälschungen gibt!

    Betont durch den weiteren Hinweis, das es sogar Fälschungen mit Attest gibt!

    ... umgekehrt böse gedacht ... wäre bei den obigen Marken ein altes (!) Attest dabei, dann wäre das vielleicht eher ein Indiz für die Falschheit ...

    Für Privat wäre dann in dem Zusammenhang wohl der Kontext des Fundortes ein Hinweis, wie die Marken zu beurteilen sind. ...

    Die ungeschnittenen gab es wohl nach WKII zu Hauf! Und wurden für private Zwecke gebraucht.

    Anmerkung Michel - Die in früheren Ausgaben gelisteten Teilzähnungen wurden aus ungezähnten Bögen privat hergestellt!

    Heute nicht unbedingt mehr so viele der Variante U in schönem Zustand. Prüfung hin oder her.

    Einen schönen Sonntag und ** Grüße

    Georg

    Edited once, last by K&K (February 20, 2022 at 9:58 AM).

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