Ich bin gespannt ob jemand dieses Buch kennt , es geht scheinbar um die Großherzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach Maria Pawlowna

  • Ich habe schon Stunden im Internet verbracht und konnte leider nicht viel , bis nichts über dieses Buch herausfinden.

    Der Einband ist ohne Beschriftung und es ist teilweise in mehreren Sprachen je Seite.

    Es scheint sehr alt zu sein wenn man die Gilbflecken und den gebundenen Einband betrachtet. Leider kann ich auch keinen Autor entdecken.

    Nun bin ich wirklich gespannt ob es jemanden gibt der dieses Buch erkennt und mir genauere Infos geben kann.

  • Mein Französisch ist auch schon eingerostet (unglaublich dass ich dort einmal ein Semester studiert habe) aber ich glaube nicht, dass es hier um die Geburt geht. Ich meine das Heft wurde von einer Unversität herausgegeben und enthält Dissertationen die zum Anlass der Geburt des Prinzen bzw der Thronbesteigung von Maria Pavlowna veröffentlicht wurden. Das ist nicht mit einer heutigen Doktorarbeit zu vergleichen, Eine kurze Erklärung hier Solche Schriften findet man auch oft einzeln und es würde erklären warum das Buch keinen Titel hat.


    Das Erscheinungsjahr 1805 wird schon stimmen, auch der Einband, die Schrift und die Gestaltung passen in die Zeit.

  • Das Buch bei Amazon ist aber ein Nachdruck, es gibt Unternehmen, deren Geschäftsmodell es ist, alle Bücher, die digital verfügbar sind einzeln auszudrucken und zu binden. Das ist nicht wie bei einem anderen Faksimile, wo man sich vorher überlegen muss ob man genug Interessenten findet, viele dieser Bücher werden wahrscheinlich nie bestellt. Aber mit einem Original ist das nicht vergleichbar und sagt auch nichts über die Seltenheit eines Buches aus. Eine ISBN gibt es erst seit den Siebzigern, Bücher die davor erschienen sind haben keine.


    Hier das zugehörige Digitalisat. Vom Vorhandensein eines Digitalisats darauf zu schließen, dass ein Buch interessant oder wertvoll ist, ist auch falsch, Bibliotheken lassen oft alles digitalisieren, irgendwann wirds jemand lesen wollen.


    Ich denke das Buch ist schon selten, mir fällt aber auch nichts auf, was es von den vielen anderen Dissertationsschriften unterscheidet, die auch alle für sich selten sind, weil sie schon damals keine "Bestseller" waren, aber heute sucht oder sammelt sie niemand und in der Masse gibts dann doch viele. Immerhin ist der Text auch auf französisch, das können heute immerhin wesentlich mehr Leute lesen als Latein.

  • Ja sicher, es gibt zahlreiche reprints, vor allem aus Indien, zumeist als book on demand, auf Wunsch sogar in Ganzleder, aber es ist eine eine Ausnahme dass dafür eine isbn beantragt wurde. Da es wohl viele Sammler und Hobbyforscher zum Thema der Zarenfamilie der Romanows gibt würde ich das vorliegende Exemplar im unteren 3 stelligen Bereich ansiedeln

  • Selten, ja, Wert dreistellig, da hege ich Zweifel, ob die zu erreichen sind. Interessant ist es auf jeden Fall.

    Diese kaufbaren Nachdrücke sind manchmal echt bescheiden, um es mal so zu formulieren. Dachte, so komme ich an alte numismatische Literatur, aber da waren so viele Fehler drin, dass die Nachdrucke völlig nutzlos waren.


    Gruß Chippi

  • Nochmals lieben Dank für die Infos! ...toll an dem Buch finde ich auch die Machart, es sieht aus wie wenn jede Seite einzeln von Hand gesetzt und bedruckt wurde. Das Papier sieht aus wie Büttenpapier.

  • Ja die Blätter wurden händisch gesetzt und gedruckt, die erste Schnellpresse wurde erst 1811 erfunden. Alle Bücher vor 1850 sind auf Hadernpapiergedruckt, das besteht nicht wie das heute übliche Papier aus Holzschliff, sondern aus Textilfasern (Hadern).

    Dein Buch hat einen sogenannten Interimseinband. Bis etwa 1900 wurden Bücher nicht mit einem passenden Einband verkauft, sondern ungebunden oder im Interimseinband, der Käufer lies das Buch dann erst nach seinen Vorstellungen binden.


    Manchmal sind diese "unfertigen" Bücher auch noch nicht beschnitten, dh die Seiten sind nicht alle gleich groß und haben einen breiten Rand.

    Sind eigentlich alle Seiten schon aufgeschnitten, dh kannst du das Buch durchblättern? Oder sind manche Seiten noch miteinander verbunden?

    Denn aus einem gedruckten Bogen werden in dieser Größe 8 Blatt durch Falten, das Buch wird oft erst nach dem Binden so beschnitten, dass alle Blätter gleich groß sind und dabei werden die verbundenen Seiten getrennt.

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