Altes Horn aus Kuh-Horn. Altersbestimmung

  • Hallo,


    ich habe dieses (Kuh?)-Horn kürzlich bekommen.

    Länge ohne Boge ca. 40 cm.

    Ich schätze einfach mal vom Aussehen und der Oxidation her 90-100 Jahre alt.

    Aber ehrlich gesagt, keine Ahnung.

    Das Leder ist natürlich neu.

    Lässt sich evtl. anhand des Mundstückes das Alter bestimmen?

    Das schaut ca. 9,5 cm aus dem Horn heraus.


    Vielen Dank

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  • So.

    Die Altersbestimmung ist ganz einfach.

    141 Jahre !!! (mindestens)

    Man muss nur lesen können.


    Ich habe es mal feucht abgewicht und mit der Taschenlampe abgeleuchtet.

    Und siehe da... eine Inschrift.

    Text und 1880.

    KLASSE :)


    Kann mir vielleicht jemand beim Rest des Textes helfen diesen zu entziffern?

    Altdeutsch oder Sytterlin. Ich versuche es die Tage mal anhand alter Alphabete.


    Vielen Dank.


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  • Spannend und eine harte Nuss...


    ich würde sagen zum Aufbau der Worte: obere Zeile ein Name (Vor- und Nachname); mittlere Zeile Berufsangabe (und auch möglicherweise Ziffern oberhalb der 1880); untere Zeile Ortsangabe und das Datum relativ deutlich das Wort " in " wobei der Haken vom n sehr lang nach oben gezogen ist und der Ortsname beginnt mit J. Aus welcher Region stammt das Stück - Eifel?

  • Vielen Dank schon mal.

    In der Eifel gefunden. Ob es von da stammt?

    Unten könnte "zu Trier 1880" stehen.

    Ich beiße mir morgen mal ein paar Zähne daran aus. Wenn Zeit.


    Viele Grüße

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  • :) Vielleicht wischst Du das Horn mal über die Schrift mit weißem Babypuder ab, dann bleibt das Weiß vielleicht in den Rillen und man kann besser lesen.- Das Weiß geht dann mit Wasser oder Druckluft wieder ab.

    Liebe Grüße Winfried




    Mein Avatar zeigt ein Narrenflötchen des 16. Jahrhunderts aus dem Töpferort Raeren.


    Alle meine Aussagen erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen, jedoch ohne Gewähr für Ihre Richtigkeit. In keinem Fall wird für Schäden, die sich aus der Verwendung der abgerufenen Inhalte ergeben, Haftung übernommen.

  • Ja an Trier ( meine alte Heimatstadt) hatte ich auch gedacht aber das T sieht doch eher wie ein J aus aber möglicherweise ist der Dachstrich vom T wirklich nur in der Hälfte abgeschliffen...bzw. verrutscht...das e spiegelverkehrt


    Zur Verwendung mal dieser Bericht...

  • Interessanter Bericht.

    Das Horn wird auch Hifthorn, Hiefhorn oder Hüfthorn genannt.

    Mit Kreide oder Babypuder versuche ich noch. Vielleicht gibt es eine Verbesserung.

    Ich habe die Bilder auch in Negative umgewandelt. Hilft nicht viel.

    Ich denke die Schrift ist teilweise in Kurrent und Sütterlin geschrieben.

    Auf „Trier“ kam ich weil das T dem großen T der Kurrentschrift gleicht. Die beiden r fast identisch. i sieht gut aus. Das e ?

    Weißensee sehe ich nicht.

    Oben rechts Stadt? d ist eindeutig. t evtl. auch. Aber davor? Wieder ein großes T als zweiter Buchstabe?

    Ich werde mich wohl mit Trier 1880 erst mal zufrieden geben. Was mich übrigens sehr freut :)

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  • ;) Trier ist doch schon sehr gut, wenn Du sowieso Prüm und Bitburg sammelst.

    Liebe Grüße Winfried




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  • Das Hifthorn, auch Hiefhorn, ist ein kleines, seit dem Mittelalter bekanntes Signalhorn. Das an einem Band über der Schulter getragene Hifthorn diente verschiedenen Zwecken. Es wurde von Nachtwächtern, Feuerwärtern, Türmern, Jägern und Hirten verwendet. Auch Bäcker, Metzger (Metzgerpost) und Postillone bliesen so ihre Signale (Posthorn). Zeitweise wurde auch die Bezeichnung Hüfthorn verwendet, was sich von der Mode ableitete, das Horn an einer längeren Kordel an der Hüfte zu tragen.


    Das Posthorn ist ein hornförmiges kreisrund gebogenes, hohes Blechblasinstrument aus Messing mit hellem, durchdringenden Klang zur Erzeugung von akustischen Signalen. Die ersten Hörner aus Metall wurden Anfang des 15. Jahrhunderts gefertigt. Bereits seit dem 16. Jahrhundert trugen die Postreiter und seit der Einführung der Postkutsche im 17. Jahrhundert die Postillone ein solches Horn bei sich, mit dem sie Abfahrt und Ankunft der Post ankündigten.


    M.E.n. handelt es sich hierbei um ein Hifthorn und kein Posthorn.

  • :D:D:D herrlich.......ich liebe Euch!!! <3

    Liebe Grüße Winfried




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