Brieföffner bzw. Dolch der Fa. KRONENKREBS

  • Moin an alle hier im Forum.

    Vielleicht kann mir jemand von Euch bei diesem Teil des Herstellers Kronenkrebs (Dolch bzw. Brieföffner?) in seiner Zuordnung (Alter, Aufmachung, Wertstellung u.a.) behilflich sein. Es stammt aus dem Nachlass meines Großvaters und wurde als Zubehör in seinem Schreibtisch aufgefunden.

    Es ist insgesamt ca. 29,5 cm lang, die Messerspitze alleine ca. 12 cm. Als Kennung ist aufgebracht "Kronenkrebs Solingen Germany INOX" Aus welchem Material es besteht, kann ich nicht sagen, aber es ist sehr schwer und wiegt ca. 515 Gramm. Auch scheint das Material über die Jahre Patina angesetzt zu haben.

    Wäre toll, wenn ich mehr Informationen geben könnte.

    Wünsche Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr und vor allem ganz viel Gesundheit.

    Euer Norderstedter

  • :) Hallo Norderstedter,

    und herzlich willkommen im KuT Forum.

    Mit Deinem Brieföffner hast Du mich ordentlich ans Suchen gebracht. Aber ein wenig habe ich gefunden. Erst einmal, der Hersteller

    Kronenkrebs war schon eine bekannte Firma. Gegründet 1866 von Carl Julius Krebs in Solingen. In seinem Firmenlogo befindet sich eine Krone,

    vielleicht einmal als Markenzeichen verliehen bekommen? Ich weiß es leider nicht. So weiß ich leider auch nicht, ob die Firma heute noch existiert,

    Nach dem Kriege, in den 50igern, war sie sie jedenfalls unter dem Namen "Kronenkrebs" noch aktiv, während sie vor dem Kriege noch als

    Carl Julius Krebs Solingen firmierte. In Militariasammler-Kreisen ist die Firma bekannt.

    Wehrmachtsdolche der verschiedenen Waffengattungen bis zu Fahrtenmessern der HJ waren im Angebot der Firma Carl Julius Krebs. Vom RZM

    Amt in München (Reichszeugmeisterei der Nationalsozialisten) bekam die Firma Carl Julius Krebs (Kronenkrebs) Solingen die Nummer:

    RZM M7/5 zugeteilt.

    Dein Brieföffner ist jedenfalls nach dem Kriege hergestellt worden. In vorzüglicher Qualität. Der Griff und der Köcher sind historisierend

    wahrscheinlich aus Bronze/Kupfer gefertigt und mit Hilfe einer Ätzflüssigkeit patiniert worden. In den 50/60igern gab es solch eine Mode,

    Flaschenöffner, Korkenzieher, Schreibutensilien, Tischkalender, Tischuhren usw. in dieser Manier zu fertigen. Historisch gesehen ist der Wert

    des Brieföffners nicht hoch, als vorzügliches Produkt der Firma Kronenkrebs jedoch bestimmt ein wenig höher, als Zeugnis des Herstellers

    für den Sammler vielleicht auch. Ich schätze mal so "aus dem Bauch" im mittleren 2 stelligen Eurobereich.

    Liebe Grüße Winfried


    Mein Avatar zeigt ein Narrenflötchen des 16. Jahrhunderts aus dem Töpferort Raeren.

    Alle meine Aussagen erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen, jedoch ohne Gewähr für Ihre Richtigkeit. In keinem Fall wird für Schäden, die sich aus der Verwendung der abgerufenen Inhalte ergeben, Haftung übernommen.

  • Hallo Norderstedter,

    willkommen hier im Forum. Ergänzend zu den Ausführungen von Winfried noch ein Hinweis zur Patina. Das Teil ist künstlich patiniert was man insbesondere daran erkennt das sich die Patina nur in den Winkeln der reichhaltigen Verzierungen wiederfindet. Die reichhaltigen Ornamentik sind ein Mix aus barocken, Rokoko- und Empire- Elementen.

    Zeitlich würde ich die 50iger und 60iger Jahre gerne zur Diskussion stellen. In der Zeit wurden Gegenstände aus Solingen meist mit West Germany gemarkt.

    Mit besten Sammlergrüßen

    Gratian

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  • :/ Vor dem Kriege firmierte die Firma jedoch mit Carl Julius Krebs Solingen auf ihren Erzeugnissen, oder vertue ich mich hier?

    http://www.dg.de/de/hersteller/…lingen-rzm-m7-5

    Liebe Grüße Winfried


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  • :) Danke, lieber Norderstedter,

    Liebe Grüße Winfried


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  • Quote


    Vor dem Kriege firmierte die Firma jedoch mit Carl Julius Krebs Solingen auf ihren Erzeugnissen, oder vertue ich mich hier?

    DAS lieber Winfried ist aber auch die Schwachstelle meiner Argumentation und es gab auch in der alten BRD oft noch die Marke Germany da gibt es nichts einheitliches...zu Julius Krebs habe ich keine Bilder gefunden aber zu Kronenkrebs zwei unpatinierte Dolche in einem Amerikanischen Verkaufsportal und bei EGun gabs mal einen aber ohne Bild der angeboten wurde...Neorenaissance...war da die Beschreibung...

  • :) Interessant, lieber Gratian,

    danke für die Bilder. In einem Punkt, so denke ich, haben wir beide uns jedenfalls einig, die Firma

    Kronenkrebs war ein Hersteller sehr hochwertiger Erzeugnisse im Stahlwarenbereich, oder?

    Liebe Grüße Winfried


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  • Ja unbedingt, ich konnte auch nicht feststellen wann sich Carl Julius Krebs den Namen Kronenkrebs zulegte wohl um sich von dem ebenfalls in Solingen ansässigen Peter Daniel Krebs besser zu unterscheiden der einen Krebs im Logo hatte. Carl Julius hatte die Krone und wurde so zum Kronenkrebs. Auch das Ende der Firma liegt im Dunkeln.

    Mit besten Sammlergrüßen

    Gratian

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  • :) Superlink, lieber Spiritus,

    den werde ich mir speichern. Danke !

    Liebe Grüße Winfried


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