Rosenkranz

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    Heute zeige ich euch ein Buch, das viele Vorbesitzer intensiv genutzt haben. Es geht um den Rosenkranz und ist mit 190 Holzschnitten illustriert. Die erste Ausgabe des ROSARIO DE LA GL[OR]IOSA V[IR]GINE MARIA erschien 1521 wahrscheinlich in Venedig, der Drucker war nicht vermerkt. Als Autor wird Alberto da Castello, ein Dominikaner genannt.


    Im 16 und frühen 17. Jh folgten über 40 Ausgaben, trotzdem ist das Buch heute nicht besonders häufig. Vielleicht weil das Buch von Gläubigen stark genutzt wurde und irgendwann zerfiel. So wie meine Ausgabe, deren Einband aus einer Pergamenthandschrift nur noch in Fragmenten vorhanden ist. Das Alter meiner Ausgabe konnte ich nicht genau bestimmen. Da noch das originale Titelblatt genutzt wurde, würde ich es jedenfalls noch ins 16. Jh datieren.


    Die Gestaltung des Buches erinnert mit den Bordüren und den Illustrationen an eine Handschrift. Ausgewählt habe ich das Buch für den Adventkalender, weil es wohl das Buch mit den meisten Darstellungen zu Christi Geburt ist, das ich besitze.


    Zum Abschluss noch der Link zu einer ähnlichen, digitalisierten Ausgabe.


    Ich wünsche euch allen trotz der momentan herausfordernden Zeiten ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest und eine gute Zeit in diesem gelungenen neuen Forum!

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    :) Danke, lieber mcadder,


    für dieses schöne Buch. Gelesen wurde es wirklich oft, das sehe ich deutlich. Eines ist für mich bei diesem Buch besonders

    erwähnenswert, die Mariä Empfängnis ist hier klar verständlich dargestellt und lässt keinen Platz für dogmatische Erklärungen:

    Ein Blitzstrahl, ausgesandt vom Heiligen Geist in Gestalt der Taube im Beisein von 11 Engeln hat sie das Kind empfangen lassen.

    Welch anschaulicher und einleuchtender Vorgang.


    Danke für dieses schöne Kalender-Türchen, lieber Freund.

    Liebe Grüße Winfried




    Mein Avatar zeigt ein Narrenflötchen des 16. Jahrhunderts aus dem Töpferort Raeren.


    Alle meine Aussagen erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen, jedoch ohne Gewähr für Ihre Richtigkeit. In keinem Fall wird für Schäden, die sich aus der Verwendung der abgerufenen Inhalte ergeben, Haftung übernommen.

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    Danke lieber Winfried,


    auch ich fand das Bild bemerkenswert, habe überlegt und auch nachgesehen und kein weiteres Bild in meiner Sammlung gefunden, in dem der Erzengel nicht darggestellt ist.

    Dennoch bin ich ziemlich sicher, dass hier nicht Mariä Empfängnis (8. Dez) sondern die Empfängnis Jesu dargestellt (25.März), die sonst eben durch die Erscheinung des Erzengel Gabriel bei Maria gezeigt wird. Auch die Seitenleisten mit der Kreuzigung und dem Schweißtuch sollen wohl die Geschichte Jesu von der Zeugung bis zu seinem Ende, also eine Zusammenfassung un den Zusammenhang der gesamten Geschichte darstellen.


    Ich denke viele (auch Gläubige) kennen den Unterschied nicht und auch wenn man es mal gehört hat, verwechselt mans.

    • Official Post

    :) Danke, lieber mcadder,


    für die Erklärung der Unterschiedes zwischen Mariä Empfängnis und Empfängnis Jesu. Da muss auch ich mich zu den Unwissenden zählen.......

    Liegt wohl auch daran, dass beim kath. Religionsunterricht in den 50igern und frühen 60igern, die unbefleckte Empfängnis aus gewissen Gründen

    nicht besonders sorgfältig im Unterricht besprochen wurde. Genau so wenig, wie von der Geschichte der Zeit nach der Weimarer Republik gesprochen wurde. Immer, und daran erinnere ich mich sehr gut, fingen wir wieder bei den Römern an, wenn eigentlich das "Erwachen der Bewegung" dran gewesen wäre. War vielleicht auch besser so, denn unser Direktor war nachweislich Napola Schüler gewesen.

    Liebe Grüße Winfried




    Mein Avatar zeigt ein Narrenflötchen des 16. Jahrhunderts aus dem Töpferort Raeren.


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    ...die Darstellung der Leidenswerkzeuge auf dem Bild das die Empfängnis Jesu zeigt hat eine lange Tradition und findet sich z.B auch auf der wohl berühmtesten Ikone bzw. Mariendarstellung dem Gnadenbild Unserer Lieben Frau von der immerwährenden Hilfe. Hier sind es zwei Engel die dem kleinen Jesus auf dem Schoß seiner Mutter die Leidenzwerkzeuge präsentieren...


    Ausgesagt wird damit das schon bei der Empfängnis und der Geburt Jesu sein Leidensweg und seine Rolle als Erlöser der Menschen vorgegeben war so wie es auch im alten Testament vorausgesagt wurde.


    Ikonografisch ganz großes Kino dieses wunderbare Rosenkranzbuch Danke fürs zeigen und auch dir ein wunderschönes, gesundes und glückliches Weihnachtsfest!

    Mit besten Sammlergrüßen


    Gratian


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