Möbelstoff Gründerzeit

  • Hoffe es passt in diese Kategorie. Habe einige Gründerzeitmöbel, die noch mit originalem Bezug sind. Diese würde ich gerne halbwegs original tapezieren, finde aber seit Jahren keine solchen Stoffe mehr. Irgendwie sehen sie aus wie Teppiche, aber etwas dünner, eher niedrigflorig - trotzdem recht fest. In Wien gibt es ein Fachgeschäft für alte Stoffe, die konnten mir aber auch nicht weiterhelfen. Hat jemand eine Ahnung, wie diese Stoffe heißen und ob es sie noch irgendwo gibt? Oder haben die damals echte Teppiche verwendet?

  • Danke für den Tipp, hab sie mal angeschrieben.
    Habe jetzt durch einen Hinweis aber die starke Vermutung, dass es sich um Kameltaschen aus dem Orient handeln könnte, die damals verarbeitet wurden - kann das jemand bestätigen oder weiß jemand etwas genaueres darüber?

    Gruß
    Willi

  • Hoffe es passt in diese Kategorie. Habe einige Gründerzeitmöbel, die noch mit originalem Bezug sind. Diese würde ich gerne halbwegs original tapezieren, finde aber seit Jahren keine solchen Stoffe mehr. Irgendwie sehen sie aus wie Teppiche, aber etwas dünner, eher niedrigflorig - trotzdem recht fest. In Wien gibt es ein Fachgeschäft für alte Stoffe, die konnten mir aber auch nicht weiterhelfen. Hat jemand eine Ahnung, wie diese Stoffe heißen und ob es sie noch irgendwo gibt? Oder haben die damals echte Teppiche verwendet?


    Das ist eine Hälfte einer antiken Satteltasche, das Muster ist älter als der Neorenaissance Scherenstuhl. Ca 1880. Den Ursprung kann man eher in der Türkei, Kaukasus suchen, der persische Markt war zu Karl Mays Zeiten noch nicht so erschlossen, Das Muster ist steinalt. Die Tasche älter als der Stuhl.
    Muss erst noch in den Rippon and Boswell Katalogen suchen.

    In Hessen ist der Dativ dem Genitiv sein Tod

  • Vielen Dank an alle. Jetzt hat sich bei mir aber der Gedanke eingenistet, die Taschenteile vorsichtig herauszulösen, reinigen und restaurieren zu lassen und wieder zu verwenden. Hat jemand eine gute Adresse für Reinigung und Restaurierung? Möchte damit natürlich nicht zu irgendeinem Teppichreiniger gehen. Bekommt man das noch hin oder ist davon eher abzuraten? Könnte als Alternative natürlich auch eine relativ neue Satteltasche zerlegen und verwenden.
    Den Samt an den Armlehnen und an den Seiten würde ich erneuern, der ist ja nicht "so" einzigartig.
    Übrigens nicht nur in Hessen ist der Genitiv leider fast ausgestorben!

    Gruß
    Willi

    Edited once, last by Willi (January 25, 2016 at 12:19 PM).

  • Nachdem ich nun dachte, es wären zerlegte Salztaschen gibt es eine weitere Vermutung - minimaler Unterschied und eigentlich kaum der Rede wert. Die Teppichhändlerin meines Vertrauens meinte es seien "Poshtis", kleine Teppiche, die aus Garnresten geknüpft wurden / werden und um 1880 oft Verwendung als Möbelstoff fanden.
    Nachdem mir Dreiwirbel mitteilte, dass die vorhandenen irreparabel sind werde ich mich auf die suche nach "neuen" begeben.

    Gruß
    Willi

  • oder kann jemand anderer etwas genaueres dazu sagen? Wie schon erwähnt wäre mir eine genauere geografische Herkunft, besonders zu rechten Stück, wichtig! Danke

    Gruß
    Willi

  • Diese Tra:-)nporttaschen sind damals über Wien gekommen. Sie waren damals schon gebraucht.
    Heute sind sie sicher 150 Jahre alt und antik. Man hat damals schon zu diesen tollen Scherenstühlen einen tollen Bezug gesucht. Das waren diese Taschen . auch
    der beste Stoff hätte nur max 40 Jahre gehalten. Diese Taschen kann man dadurch restaurieren. das man sie mit festem Stoff unterlegt und sie vernäht. Es gibt Leite die
    Können das.Wir könnten Versuchen das über einen Fern-
    Retaurationkurs zu machen, du besorgst dir eine Rundnadel,

    Schusternadel und Seemannsgarn( Charlie ist da bestimmt Experte ) und dann gehts los

    In Hessen ist der Dativ dem Genitiv sein Tod

  • :-):D:-)

    Ein schöner Thread, der mir viel Spaß gemacht hat.

    Bitte spätestens dann weiterführen, wenn Willi die Kunst
    des Teppichknüpfen perfekt beherrscht.

    Liebe Grüße Winfried


    Mein Avatar zeigt ein Narrenflötchen des 16. Jahrhunderts aus dem Töpferort Raeren.

    Alle meine Aussagen erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen, jedoch ohne Gewähr für Ihre Richtigkeit. In keinem Fall wird für Schäden, die sich aus der Verwendung der abgerufenen Inhalte ergeben, Haftung übernommen.

  • Vielen Dank für das nette Angebot, einen Fernkurs im Teppichrestaurieren belegen zu dürfen! Leider habe ich im Augenblick sooo viele andere Projekte abzuarbeiten, dass dieses hier etwa den gefühlten 71. Platz einnehmen wird. Gerne komme ich dann aber darauf zurück, vorläufig werden die beiden Stücke wohl "nur" grob gereinigt und sicher aufbewahrt. Wie schon erwähnt möchte ich die beiden Stühle mit sehr ähnlichen aber neuen Knüpfwerken restaurieren, damit man sie auch bedenkenlos verwenden kann.

    Gruß
    Willi

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