Ausweis KZ Sachsenhausen

  • :-) Für mich ergibt die Karte keinen Sinn. Eventuell eine Art Passierschein? Dazu aus Wiki:


    Im Sommer 1945 diente das Revier des ehemaligen KZ Sachsenhausen als Übergangs-Lazarett für ehemalige Häftlinge und andere Opfer des Krieges, die auf Grund ihres Gesundheitszustandes nicht in die Heimat zurückkehren konnten.


    Ab August 1945 wurde das Gelände des KZ Sachsenhausen von der Sowjetischen Militäradministration (SMAD) als Speziallager Nr. 7 verwendet. In diesem sowjetischen Gefangenenlager wurden Sozialdemokraten, NS-Funktionäre der unteren und mittleren Ebene, Angehörige der Wehrmacht, Jugendliche unter „Werwolf-Verdacht“, Gegner der neuen politischen Ordnung und zum Teil völlig willkürlich Verhaftete interniert. Die DDR schloss das 1948 in Speziallager Nr. 1 umbenannte Lager 1950 als letztes der Speziallager.

  • Anscheinend diente die Bescheinigung dem Passieren der Zugangskontrolle in das ehemalige KZ. Dort hielten sich bei der Befreiung am 22. April durch die polnische und sowjetische Armee noch über 300 ehemalige Häftlinge, Ärzte und Pfleger auf. Viele wollten ja gar nicht weg, weil sie nicht wußten, wohin. Das NKWD Lager kam erst im August. Die Frau hieß Herta und war Krankenschwester ( Medsestra), den Nachnamen kann ich nicht lesen. Weißt du ihn, Stefan? Vielleicht kriegt man was raus über sie.

  • :confused: Im Artikel steht nichts von Krankenschwester, sondern ausgebildeter Sängerin und Pianistin. Kann es sich um die selbe Person handeln? Und wenn ja, warum?


    Weil das ein posten war mit ausweis und so

  • Die Schrift ist ja auch Kyrillisch, da steht: "Клюсm Tepma", transkripiert: "Kljust Terta", im Russischen gibt es kein "H", nur "Ch", deswegen haben sie oft "Г" (= "G") verwendet, aber Gerda ist ein eigenständiger Name, daher das "T".


    Gruß Chippi

  • Ach, das ist ja sehr interessant! Das war eine wirklich bekannte Pianistin in Berlin nach dem Krieg.
    Ich hatte sie auch im Verdacht, hatte aber nix zu ihrer Zeit in Oranienburg gefunden.

  • Hallo Stefan,


    wegen eines Kultur-Projekts bin ich auf der Suche nach Informationen über Hertha Klust und stieß auf Dein Post. Ich hoffe, Sie schauen noch ab und an nach Meldungen dieses Forums. Haben Sie noch den Nachlass? Wie kann ich Sie erreichen?


    Freundliche Grüße, thera

  • :) Hallo thera,


    und ein herzliches Willkommen im Forum.

    Danke für Deine Frage an Stefan. Ich muss hier leider für ihn antworten, denn Stefan ist zwar noch hier Mitglied, leider jedoch seit einigen Jahren nicht mehr in unserem Forum zugegen gewesen, obgleich er zu den Gründungsmitgliedern des Forums zählt. Ich habe aber für Dich bei "facebook" gesucht und bin dort fündig geworden. Er ist dort unter dem Namen "Stefan Pfeiffer" angemeldet und ist Admin in der Facebook Gruppe: "Antik und Porzellantreff". Vielleicht gelingt es Dir ihn dort mit Deinem Wunsch nach Informationen zu Hertha Klust anzusprechen.

    Liebe Grüße Winfried




    Mein Avatar zeigt ein Narrenflötchen des 16. Jahrhunderts aus dem Töpferort Raeren.


    Alle meine Aussagen erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen, jedoch ohne Gewähr für Ihre Richtigkeit. In keinem Fall wird für Schäden, die sich aus der Verwendung der abgerufenen Inhalte ergeben, Haftung übernommen.

  • :) Ja, liebe thera,


    das wir die einzige Idee, die ich zu Deiner Frage hatte. Schreib uns hier bei Gelegenheit, was daraus geworden ist. Wir sind ja alle hier ziemlich

    neugierig, auch wenn der Thread schon einige Jahre alt ist.

    Liebe Grüße Winfried




    Mein Avatar zeigt ein Narrenflötchen des 16. Jahrhunderts aus dem Töpferort Raeren.


    Alle meine Aussagen erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen, jedoch ohne Gewähr für Ihre Richtigkeit. In keinem Fall wird für Schäden, die sich aus der Verwendung der abgerufenen Inhalte ergeben, Haftung übernommen.

  • Lieber Winfried,


    es ist so toll, dass Ihr euch für das Thema interessiert!


    Ich habe tatsächlich auf FB Stefan erreicht. Er sagte mir nur, dass der Nachlass nicht mehr da ist. Er will mir auch nicht verraten, von wem der Nachlass kam und was er alles über Hertha Klust gefunden hatte. Bin wirklich ziemlich ratlos.


    Für das Leben Klusts ab 1950 habe ich Zeitzeugen gefunden. Es sind Familienmitglieder von damals sehr prominenten Sängern. Die Zeugen sind überaus froh, über vergangene Zeiten zu erzählen. Allerdings waren sie damals noch klein und kannten die Lebensgeschichte Klusts nicht wirklich. Für sie war Klust die Begleiterin, die "immer im Hause" war.


    Das Keramikmuseum H.Bollhagen in Velten hat einen Keramiktisch geschenkt bekommen, den Bollhagen als Hochzeitsgeschenk für Hertha Klust gemacht haben soll. Über das Museum versuche ich auch, den Kontakt zur Stifterin (aus Oranienburg) herauszubekommen. Bisher noch keine Meldung...


    Und Hertha Klust hieß vor der Heirat (nicht so sicher, ob diese offiziell stattgefunden hat) tatsächlich Wurzbach. Es gibt noch einige Schellack-Platten mit dem Sopran Hertha Wurzbach (Staatsoper, Berlin) auf dem Markt. Es kann nur die Hertha sein, oder? Ihr Mann hieß Otto Klust, war älter und Mitglied der königlichen Kapelle und Bratsche-Lehrer bei der Franz Liszt-Akademie von Martha Remmert usw.. Er starb 1941 (wohl Selbstmord).


    Das ist so ungefähr alles, was ich bisher herausfinden konnte. Es waren wirklich großartige Musiker, die heute komplett vergessen sind... Wenn jemand hier zufällig noch einen Hinweis hätte, wäre ich natürlich super dankbar!


    Ganz liebe Grüße an Alle,

    thera

  • :):) Danke liebe/r Thera,


    Deine Einlassungen habe ich mit großem Interesse gelesen. Schade, dass Stefan sich so "zugeknöpft" verhält, Kommentieren kann ich dies natürlich nicht,

    ich kann nur die Vermutung äußern, dass im Zusammenhang mit der Zeit vor Mai 45 einige noch lebende Zeitzeugen auch heute noch ziemlich sprachlos sind. Das hat natürlich mit Stefan nichts zu tun, aber erklärt vlt. sein Schweigen über die Herkunft der Schriftstücke.

    Es ist natürlich jammerschade, wenn Deine Spurensuche hiermit zu Ende sein sollte. aber ich möchte Dir Mut machen weiterzusuchen, manchmal kommt von völlig unerwarteter Stelle neue Info. Das wünsche ich Dir von Herzen.

    Liebe Grüße Winfried




    Mein Avatar zeigt ein Narrenflötchen des 16. Jahrhunderts aus dem Töpferort Raeren.


    Alle meine Aussagen erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen, jedoch ohne Gewähr für Ihre Richtigkeit. In keinem Fall wird für Schäden, die sich aus der Verwendung der abgerufenen Inhalte ergeben, Haftung übernommen.

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!