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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 14x Briefe von 1637-1644 von Dover nach Antwerpen


Friesenbine
23.08.2010, 12:17
Hallo,


Ich habe hier 14 uralte Briefe bekommen. Die sind alle von 1637-1646 mit Siegel und im guten Zustand. Es ist nicht mein Sammelgebiet, deswegen Frage ich ob hier jemand weiß wo ich diese am besten los werde. Evtl. kann mir jemand sagen welche Schrift das ist oder kann was allgemeines zu den Briefen sagen.

Viele grüße und Danke

Torsten

Dreiwirbel
23.08.2010, 17:49
Warum steht da Kopierschutz drauf ? Man kann sie deshalb auch nicht lesen,danke!
Hast du Angst die kopiert einer?

Friesenbine
23.08.2010, 18:42
Warum steht da Kopierschutz drauf ? Man kann sie deshalb auch nicht lesen,danke!
Hast du Angst die kopiert einer?

Hallo Herr Moderator.

Du bist also Moderator...hm...??? Wie wäre es mal mit einem freundlichem Hallo Friesenbine und im Anschluss stellst Du mir mit genügend Respekt gegenüber die Fragen die Du gerne Beantwortet haben möchtest???...Nein anstatt dessen kommt geistig minderwertiges als Antwort auf meine Frage. Warum tust Du sowas? Viel Ahnung scheinst Du ja nicht von der Materie Kunst & Trödel zu haben. Wenn ich sowas schon unter Deinem Nickname lese * Experte für Antiquitäten * und das mit Deinem Beitrag in Verbindung bringe,
denke ich mir so >>> warum bist Du eigentlich Moderator?

Viele Grüße Torsten.

d.e.j.e
23.08.2010, 19:09
so , und nun schalten wir alle wieder n gang runter und haben uns wieder lieb :rolleyes::D ..

also einem wirklichen markt gibt s für sowas ggf. bei (ich sage s ja ungerne ..) ebay ( also wenn man nicht weiss um was für briefe es sich genau handelt und wenn man nen "rettungsanker hat" ;) ) es wäre interessant zu wissen was in etwa in den briefen steht , zudem wäre eine zurdnung des siegels nicht schlecht ( kannst du von selbigen bitte mal ne makroaufnahme einstellen?) ..

gruss deje

Friesenbine
23.08.2010, 20:30
so , und nun schalten wir alle wieder n gang runter und haben uns wieder lieb :rolleyes::D ..

also einem wirklichen markt gibt s für sowas ggf. bei (ich sage s ja ungerne ..) ebay ( also wenn man nicht weiss um was für briefe es sich genau handelt und wenn man nen "rettungsanker hat" ;) ) es wäre interessant zu wissen was in etwa in den briefen steht , zudem wäre eine zurdnung des siegels nicht schlecht ( kannst du von selbigen bitte mal ne makroaufnahme einstellen?) ..

gruss deje

Hallo Deje,

na alter Rettungsdienstkollege alles klaro bei Dir. Hm...meinste zu Ebay damit? Ich dacht so an einer Auktion in England.

Hier der Scann des Siegels.

d.e.j.e
23.08.2010, 20:38
bei mir ist alles gut (bis auf das neue nef ...) ;)

ne ne .. wenn du net genau weist was das ist , dann noch net zu ebay .. leider kann ich auf dem siegel wenig erkennen :o .. liegt aber am abdruck selber ... vielleicht hat n anderer kollege hier noch ne idee ?!? :rolleyes::(

Friesenbine
23.08.2010, 22:41
Hi,

stell Dir mal vor ich habe einige Geschichts-Fakultäten angeschrieben und um Meinung gebeten. Die haben sehr sehr großes Interesse an den Briefen, möchten aber gerne das ich die Briefe Spende :rolleyes:. Ich habe gefragt was diese Briefe bedeuten das konnten oder wollten die mir nicht beantworten. Also momentan ist es so das alles sehr sehr großes Interesse an den Briefen hat, aber kein Kaufangebot machen können :confused:.....das macht mich sehr stutzig.

Gruß Torsten

d.e.j.e
23.08.2010, 22:48
ok .. das hilft schonmal weiter ;) ..
also " wir" brauchen nun zu erstmal ne übersetzung hier ..
also kollegen .. haut rein !! :cool::D ...
thorsten , hast PN !

Dreiwirbel
25.08.2010, 17:53
Hallo Herr Moderator.

Du bist also Moderator...hm...??? Wie wäre es mal mit einem freundlichem Hallo Friesenbine und im Anschluss stellst Du mir mit genügend Respekt gegenüber die Fragen die Du gerne Beantwortet haben möchtest???...Nein anstatt dessen kommt geistig minderwertiges als Antwort auf meine Frage. Warum tust Du sowas? Viel Ahnung scheinst Du ja nicht von der Materie Kunst & Trödel zu haben. Wenn ich sowas schon unter Deinem Nickname lese * Experte für Antiquitäten * und das mit Deinem Beitrag in Verbindung bringe,
denke ich mir so >>> warum bist Du eigentlich Moderator?

Viele Grüße Torsten.
Zitat Torten:
"stellst Du mir mit genügend Respekt gegenüber die Fragen die Du gerne Beantwortet haben möchtest??"Zitatende

Hallo Thorsti,bist ein Kumpel von Dennis,dann kannst du nicht so verkehrt sein.Aber du musst doch kapieren,dass auch du den roten Kopierschutzbalken wegmachen musst,wegen der "besseren" Lesbarkeit.Der Text ist in Kursiv,einer Schönschrift,die im Frühbarock üblich war.Was meinst du denn was allein ein wissenschaftlicher Assistent,Doktorant oder gar ein geistig minderwertiger Professor für einen Stundensatz hat.
Darum hast du noch keine Übersetzung.Ohne Übersetzung ist man halt nur ein Dummerl.Wenn man nicht weiss ,was man hat ,kann man auch nichts verlangen.
So Thorsten,da wir jetzt alle wieder super gut drauf sind,wollen wir wissen was du da für Geheimabkommen aus der Zeit des 30 jährigen Krieges hast.7 bis 10 Tage kannste rechnen für ne Übersetzung
Grüße vom Doofen aus Hessen:o

DerTrödelFrosch
25.08.2010, 19:00
Hallo Herr Moderator.

Du bist also Moderator...hm...??? Wie wäre es mal mit einem freundlichem Hallo Friesenbine und im Anschluss stellst Du mir mit genügend Respekt gegenüber die Fragen die Du gerne Beantwortet haben möchtest???...Nein anstatt dessen kommt geistig minderwertiges als Antwort auf meine Frage. Warum tust Du sowas? Viel Ahnung scheinst Du ja nicht von der Materie Kunst & Trödel zu haben. Wenn ich sowas schon unter Deinem Nickname lese * Experte für Antiquitäten * und das mit Deinem Beitrag in Verbindung bringe,
denke ich mir so >>> warum bist Du eigentlich Moderator?

Viele Grüße Torsten.

Hallo,


Ich habe hier 14 uralte Briefe bekommen. Die sind alle von 1637-1646 mit Siegel und im guten Zustand. Es ist nicht mein Sammelgebiet, deswegen Frage ich ob hier jemand weiß wo ich diese am besten los werde. Evtl. kann mir jemand sagen welche Schrift das ist oder kann was allgemeines zu den Briefen sagen.

Viele grüße und Danke

Torsten

Torsten mach doch mal den alberne Kopierschutz weg.Du stellst dich an wie ne Bäuerin,die das erste mal zum Frauenarzt geht.

Friesenbine
25.08.2010, 20:14
Huhu :D,

hm ja der Kopierschutz ist bei mir normal als Sammler von hochwertigen
Studio-Portraits aus dem 3.Reich.

Hier mal der Brief ohne Kopierschutz ;)

Viele Grüße und besten Dank
Torsten

Friesenbine
26.08.2010, 20:22
Moin Jungs....hat sich bisher was getan?....bin neugierig...;)

puetz
28.08.2010, 14:26
Hallo Friesenbine,

die Sprache dürfte auf den ersten Blick Niederländisch sein. Ich mache das an einzeln entzifferbaren Wörtern wie etwa "tot" und "om" fest. Ich setz mich mal dran und versuche etwas zu entziffern. Gib mir ein bisschen Zeit - ich habe es bis jetzt nur überflogen......

Das ganze aber ohne Erfolgsgarantie..... Ich kann auch kein Niederländisch :D

Ich sammle alte Dokumente und habe ein wenig Erfahrung mit dem entziffern alter Handschriften.

Gruß,
Jörg

Dreiwirbel
28.08.2010, 19:37
Der Adressat ist ein Orferbre, also ein Golschmied,die 600 barros (Silber?)beziehen sich darauf.Der Verfasser wird den Brief diktiert haben an einen speziell für diese Korrespondenzschrift ausgebildeten Schreiber.So konnte der Inhalt von der Überbringerkette nicht gelesen werden.Soviel kann schon mal gesagt werden.Nächste Woche sind die Linguisten wieder da.
Die Briefe sind bisher die härteste Nuß,die mir untergekommen ist.
Alle Achtung Torsten.

puetz
28.08.2010, 20:14
Ne, da muss ich auch passen - aber auf die eventuelle Aufklärung bin ich sehr gespannt.

Gruß,
Jörg

Nachtrag: .... und dass es sich um Spanisch handelt, darauf wäre ich zuletzt gekommen. Hut ab, Dreiwirbel!

d.e.j.e
28.08.2010, 21:12
meine "quelle" ist leider auch noch im urlaub :o

Dreiwirbel
29.08.2010, 09:19
Adressiert an einen "Monsieur Joan Vaudale" , die Schrift ist ein current,eine Fließschrift.Das Siegel hab ich schon auf der Reversdarstellung von Münzen,also auf der Rückseite von englischem oder spanischem Silbergeld aus der Zeit der Religionskriege gesehen.Das Bild des Siegels muss um 180 Grad gedreht werden!

Hohlbein
29.08.2010, 10:31
Der Adressat ist ein Orferbre, also ein Golschmied,die 600 barros (Silber?)beziehen sich darauf.Der Verfasser wird den Brief diktiert haben an einen speziell für diese Korrespondenzschrift ausgebildeten Schreiber.So konnte der Inhalt von der Überbringerkette nicht gelesen werden.Soviel kann schon mal gesagt werden.Nächste Woche sind die Linguisten wieder da.
Die Briefe sind bisher die härteste Nuß,die mir untergekommen ist.
Alle Achtung Torsten.

Die Barras könnten auch sowas sein..:eek:

Friesenbine
31.08.2010, 06:32
Hallo,

vielen vielen Dank für Eure bisherigen Antworten und Eure Hilfe.
Sehr interessant, da bin ich mal gespannt was da so drinnen steht.

Viele Grüße Torsten

Dreiwirbel
01.09.2010, 19:35
Hallo,

vielen vielen Dank für Eure bisherigen Antworten und Eure Hilfe.
Sehr interessant, da bin ich mal gespannt was da so drinnen steht.

Viele Grüße Torsten
Torsten du musst dich noch was gedulden,bis die Literaturwissenschaftler und Historiker wieder da sind.Die Spezies die ich angesprochen hatte ,haben nach zwei Tagen aufgeben.Es waren auch Muttersprachler dabei.Der Spanier meinte ,es könne Flämisch mit Romanismen sein.Möglich ist das auch,Die Spanier hatten die Niederlande besetzt.Es wird dauern.
Wenn du schon irgend etwas weißt,aus alten Nachforschungen,dann teile es mit,es spart Zeit.
Grüße aus Hessen

Friesenbine
01.09.2010, 19:56
Torsten du musst dich noch was gedulden,bis die Literaturwissenschaftler und Historiker wieder da sind.Die Spezies die ich angesprochen hatte ,haben nach zwei Tagen aufgeben.Es waren auch Muttersprachler dabei.Der Spanier meinte ,es könne Flämisch mit Romanismen sein.Möglich ist das auch,Die Spanier hatten die Niederlande besetzt.Es wird dauern.
Wenn du schon irgend etwas weißt,aus alten Nachforschungen,dann teile es mit,es spart Zeit.
Grüße aus Hessen


Hallo,

ja natürlich werde ich mich gedulten ;)...

Habe gerade diese Mail bekommen:

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Hallo Torsten,

die Korrespondenz mit den verschiedenen Antwerpener Handelshäusern während der Zeit der Spanischen Niederlande bekannt. Es handelt sich hier um einen Portobrief (Vermerk auf der Anschriftenseite unten links, stilisiertes "port"), für den die Gebühren im Gegensatz zu den Francobriefen ("francq") vom Empfänger erhoben wurden. Der Brief ist in Antwerpen vom dortigen Taxisamt mit "1 ß" mit Tinte taxiert worden, das bedeutet 1 Shelling Brabant = 6 Stuyver, was nach dem Tarif für Antwerpen von 1613 dem Porto für einen einfachen Brief entsprach. Schwerere Briefe kosteten als
Doppelbrief 2 ß und auch 3 ß. Diese Briefe sind seltener und werden deshalb auch teurer gehandelt. Derartige Briefe werden auch bei verschiedenen deutschen Auktionshäusern des öfteren angeboten. Der rückseitige Vermerk mit Datum ist nicht postalischer Natur, sondern ein Ablage- und Registraturvermerk des empfangenen Handelshauses. Zum Inhalt des Briefes kann ich konkret nichts sagen. Flämisch oder französisch in der Sprache dieser Zeit ist ein eigenes Ding.
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Ich hoffe Ihr könnt damit etwas anfangen,

Viele Grüße Torsten

Friesenbine
10.09.2010, 14:15
Hallo,


wollte mal kurz fragen ob es was neues gibt?


Gruß Torsten

Friesenbine
20.09.2010, 14:12
Ne kurze Info wäre Klasse.

Gruß Torsten

Dreiwirbel
20.09.2010, 21:11
Semester hat wieder angefangen.Bisher sind alle gescheitert.Die Schrift und das Flämisch.Die richtigen Leute werden wohl in Brüssel oder Antwerpen sitzen.Weihnachten treffe ich Leute von der Sorbonne,die werd ich mal um Hilfe bitten.Natürlich kann man da direkt anfragen,das kostet dann aber richtig.Das ist das einzige ,das mir in diesem Moment dazu einfällt.Wenn ich vorher weiterkomme,geb ich sofort Bescheid.

Friesenbine
20.09.2010, 22:31
Semester hat wieder angefangen.Bisher sind alle gescheitert.Die Schrift und das Flämisch.Die richtigen Leute werden wohl in Brüssel oder Antwerpen sitzen.Weihnachten treffe ich Leute von der Sorbonne,die werd ich mal um Hilfe bitten.Natürlich kann man da direkt anfragen,das kostet dann aber richtig.Das ist das einzige ,das mir in diesem Moment dazu einfällt.Wenn ich vorher weiterkomme,geb ich sofort Bescheid.

Ich Danke Dir vielmals. Kann mir garnet vorstellen das es sogut wie keiner lesen kann.

Gruß Torsten

Dotterblume
21.09.2010, 09:49
hallo Leutchen.
Mit Verlaub: ihr forscht in falschen Gefilden.:rolleyes:

Lese nirgends "Monsieur Joan Vaudale".
Eindeutig ersichtlich ist jedoch, dass es sich um eine Ortschaft im Vaud Schweiz handeln muss.
Anhand des Siegels ist auch in diese Richtung zu suchen, da es sich offensichtlich um ein Krämerzeichen aus der Gegend (Bild1) handelt.
Man findet ähnliche Abbildungen des Siegels auch in Wappen von Schweizer Ortschaften (Bild2).
Beim dechiffrieren kann ich euch trotz meiner fast identischen Schrift :D leider nicht behilflich sein, wünsche euch aber viel Glück dabei.

Friesenbine,

sind auf allen Briefen identische Siegel?

d.e.j.e
21.09.2010, 11:23
ich hab das siegelbild mal gedreht und n bisl bearbeitet ;)
gruss deje

Dotterblume
21.09.2010, 20:45
Deje,

das war das erste was ich gemacht habe, auch Fotonegativoptik und, und...
Es kann alles sein. Im ersten Moment dachte ich an fussgesparrtes Kreuz mit Herz legiert (was ja ein Hinweis auf ein christlichen Orden...... eben Herz-Jesu sein könnte. Kirchen, Klöster waren ja oft Ursprung für neue Orschaften ....)

Im Herzen sieht man ja eindeutig links ein G und rechts ein A, nur die Figur in der Mitte unten ist nicht ersichtlich. Könnte eine aufsteigender Vogel genauso sein, wie eine Fliege oder Pfeil.
Recht und links vom Herz sind eventuell auch noch Zeichen die hinweisgebend sein könnten......... siehste aber nix davon.

Entscheidend ist aber, dass im Adressat nichts von Monsieur Joan Vaudale steht, sondern es sich um das Vaud Sc (Schweiz) handelt, was man bei der Nachforschung berücksichtigen sollte.

Friesenbine
21.09.2010, 21:39
Hallo,

vielen Dank für Eure bisherige Hilfe. Ich habe mal alles Siegel hier mit angehangen. Die die doppelt waren habe ich nur einmal abgelichtet.


Gruß Torsten

Dotterblume
22.09.2010, 09:05
falls es nicht möglich ist die Bilder vorher zu bearbeiten (beim Zuschneiden werden sie meistens nicht so scharf, wie beim Ausschneiden), wäre es möglich
das Siegel in der Mitte zu beschreiben.
Ist eine Bekrönung beim Helm zu sehen, bzw. welches Tier steigt aus
dem Helm hervor (Ziege, Hund, Pferd....) und was kann man am Schild erkennen?

Gruss,
Dotterblume

d.e.j.e
22.09.2010, 11:38
siegel 3 bearbeitet ..

Friesenbine
22.09.2010, 11:41
Hallo, so hier nochmal das Siegel.

Dotterblume
22.09.2010, 12:16
Danke Deje,

Friesenbiene,

ist in der Mitte vom Schild wieder der Merkurstab mit Kreuz ligiert?
und noch ein paar Fragen: siehe Bild:D

Friesenbine
22.09.2010, 12:43
Danke Deje,

Friesenbiene,

ist in der Mitte vom Schild wieder der Merkurstab mit Kreuz ligiert?
und noch ein paar Fragen: siehe Bild:D

Hallo,

tut mir Leid ich kann es beim besten willen nicht deuten.

Gruß und Dank Torsten

Dotterblume
23.09.2010, 22:39
Hallo, so hier nochmal das Siegel.

Hallo Friesenbine,

das kann nicht das dritte Siegel sein, sind zwar ähnlich aber nicht gleich.

Dotterblume
24.09.2010, 19:37
nochmal ich:D

Sind die Absender und eventuell die Adressaten auch unterschiedlich oder identisch?

Dotterblume
28.09.2010, 14:14
Hätte wahrscheinlich meine Frage anders stellen sollen.

Da hier sechs unterschiedliche Siegel zu sehen sind, manche adeliger Herkunft, manche "einfacher" Herkunft, wäre es interessant gewesen, entweder die restlichen Siegel (falls es doch Abweichungen gibt), bzw. die Absender bildlich zu sehen um eventuelle Gleichheiten feststellen zu können (oder auch nicht).

Da bei einigen Siegeln Fragmente der Krämerzunft der Schweiz vorhanden sind, dachte ich zuerst es könne sich eventuell um Handelsbeziehungen zw. einer hanseatisch-ähnlichen Genossenschaft der Schweiz, mit der Hansestadt Antwerpen drehen. Unterschiedliche "Vorstände" und daher die nicht identischen, ab und zu ähnelnden Siegel. Doch in so einer kurzen Zeitspanne gab es sicherlich nicht so häufigen "Schichtwechsel" bei diesen Ämtern. Es sei denn, die Briefe wären von unterschiedlichen Orten auf die Reise gegangen.

Wir wissen doch, dass Siegel/Wappen aus Ortschaften, Regionen, Berufen ......auch Heirat herausgewachsen sein können.

Wenn man sich die Jahreszeit :D anschaut, in der die Briefe verfasst worden sind, fragt man sich; was können so viele, unterschiedliche Siegel, noch mit Antwerpen in unmittelbare Verbindung bringen. Dann kommt man ja fast unumgänglich auf die Alttäufer, Menoiten....., der adelige, wie auch einfache Bürger angehörten.

Aber was soll man noch dazu schreiben, da man weder die Absender/Adressaten, noch vom Fragesteller weitere Informationen bekommt, wäre alles so oder so nur zwecklose Spekulation, die nichts bringt.

Ist doch komisch, wusste ich, ich habe das zweite Siegel irgendwie im Hinterkopf gehabt, aber keinen Zusammenhang gefunden, bis die Frage von ycl32 kam, kenne die vom --->Zinn (http://www.thestieffcompany.com/The_Stieff_Company/STIEFF_PEWTER_files/IMG_0037.jpg) her. Die familiären Ursprünge des Gründers findet man auch in der Schweiz, aber was soll´s:)

Friesenbine
29.09.2010, 19:16
Aber was soll man noch dazu schreiben, da man weder die Absender/Adressaten, noch vom Fragesteller weitere Informationen bekommt, wäre alles so oder so nur zwecklose Spekulation, die nichts bringt.



Hallo Dotterblume,

wie ich schon schrieb bin ich nicht so bewandert mit der Materie. Schreib einfach kurz und klar was ich einscannen soll von den Briefen. Damit wir irgendwie weiter kommen damit.

Möchte mich auch gleich für die bisherige Hilfe hier im Forum bei allen Teilnehmern bedanken.

Viele Grüße Torsten

Dotterblume
01.10.2010, 13:11
vielleicht kann man Anhand der Siegel, Absender und Adressen (eventuell ähnlich und nicht gleich), das Datum der Briefe etwas nachvollziehen.

Mann kann Details der Siegel hauptsächlich in Wappen aus der Schweiz (siehe Anhänge) finden, in Böhmen, Mähren, Deutschland und USA gibt es auch ein paar Ähnlichkeiten, aber jüngeren Datums.

Siegel sind immer auf eine Person durch Familie, Geschlecht, auch Ämter "zugeschnitten" und man könnte dadurch mMn auf die Absender Rückschlüsse führen.

Dotterblume
02.10.2010, 08:35
hier z. B. das Wappen der Familie Schmolzi von Saanen, ist ähnlich aber nicht gleich:

Dotterblume
04.10.2010, 22:43
hätte ich ja fast vergessen.

Hab heute von einem sehr hilfsbereiten Herren, Fachleiter der EINWOHNERGEMEINDE SAANEN VERWALTUNGSDIREKTION, Nachricht erhalten,
dass in Saanen eine Urkunde existiert, in der, die Familie Schmolzi namentlich in diesem Ort Saanen/Berner Oberland bereits 1441 erwähnt worden ist.

Mir wurden als Anhang in der e-mail, zusätzliche Urkunden mitgesendet.
Um diese hier zu veröffentlichen, muss ich mir wahrscheinlich zuerst eine Genehmigung einholen, da ich nicht alles hier rein schreiben will.

Dotterblume
09.10.2010, 10:13
Moin zusammen,

so langsam komm ich mir vor, wie ein Alleinunterhalter :cool:

Geht um dieses sechste Siegel: hab zuerst nicht deuten können, denn wer hat schon (meine erste Vermutung) Ratten oder Mäuse im Wappen:D

Naja hätten ja auch Seepferdchen oder Katzen sein können, die gibt es naja ab und zu.

Bin jetzt wieder den Ratten nachgegangen und siehe da:
Arras hatte zu dieser Zeit Ratten im Wappen und dies nachweislich um 1640.
Es ist aus dieser Zeit auch ein Spruch überliefert:
Quand les Français prendront Arras, les souris mangeront les chats.

Dreiwirbel
10.10.2010, 23:11
Jetzt haben wir was Greifbares im Zusammenhang mit den Spanisch-Niederlanden .1640 hat Louis XIII Arras eingenommen,das vorher von Spaniern besetzt war,daher der Spruch :Quand les Français prendront Arras, les souris mangeront les chats. Was heißt : Wenn die Franzosen Arras einnehmen ,fressen Mäuse Katzen.
Nach der Einnahme durch LouisXIII machten die Franzosen folgenden Spruch draus. : Quand les Francais rendrot Arras ,les souris mangeront les chats.
Wenn die Franzosen jemals Arras zurückgeben ,fressen Mäuse Katzen.

Dotterblume
11.10.2010, 11:27
wir können nur annehmen, dass EIN Siegel mit Arras in Verbindung zu bringen ist,
kennen aber weder den dazugehörigen Brief, noch alles weitere dazu, weil wir nichts sehen:rolleyes:
Man kann jetzt auch noch nicht behaupten, dass die dreizehn weiteren Siegel damit in Zusammenhang zu bringen sind. Vier der hier sichtbaren Siegel haben ihren Ursprung bei Familien schweizer Abstammung. Sicherlich findet man solche
Hauszeichen auch in anderen Regionen (durch Auswandern männlicher Nachkommen), aber zu dieser Zeit sind die Heroldszeichen primär in schweizer Regionen (in Wappen) zu finden, eine
ganz minimale Ausnahme kommt eventuell im nördlichen Friesengebiet vor.

Dreiwirbel
12.10.2010, 19:56
Vermutlich wäre alles schnell geklärt,durch den Inhalt der Briefe.Aber da keiner hier flämisch spricht,inklusive mir wird das alles schwierig.Arras war,als die ersten Briefe geschrieben wurden , ein Teil der Spanisch -Niederlande.Dieser Brief mit den Ratten oder Mäusen im Wappen aus der Zeit nach der Befreiung.Wenn hier jemand Freunde in Flandern hat,die sich gern mit alten Briefen und Dokumenten ihrer bewegten Vergangenheit auseinandersetzen,sind die hier herzlich eingeladen.Die barocke Schrift und das holländische Dialekt verschließen sich mir.Jetzt stellt sich mir die Frage,ob der Brief aus Arras vielleicht in Französich geschrieben ist.Dann könnte man den wenigstens lesen.

Dotterblume
12.10.2010, 20:16
Dreiwirbel,

ich kenne leider nur einen der vierzehn Briefe, und ein paar, teilweise
schwer erkennbare Siegel.

Es wäre sicherlich einfacher, wenn alle hier abgebildet wären.

Auch wäre es eine Möglichkeit, diese Briefe anhand von eventuell vorhandenen
Wasserzeichen regional zuzuordnen.

Dreiwirbel
12.10.2010, 20:37
Die Wasserzeichen würden noch ein bisschen über den Kreislauf des Papiers im Frankreich des 17ten Jhrdts verraten.Schwierig.Weihnachten hau ich einen Straßburger Kollegen an,der Kontakte nach Belgien hat.